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Schon bei Tobby war klar, mit dem nächsten Hund geht es zur Hundeschule und als Candy einzog, sollte dies auch in die Tat umgesetzt werden, aber wo findet man eine? Das Telefonbuch gab leider nicht viel her.

Die Mutter einer Arbeitskollegin war aktiv im Hundesport, kurzes Telefonat: "Ja wir haben eine Welpenschule, 14 Wochen, her damit, wir machen übrigens auch Agility".

Also los zum Hundeplatz, wir wurden herzlich begrüßt. Die Agilitytrainerin (sie machte auch die Welpenschule und das Training für die Begleithunde), selbst Besitzerin eines Border Collies, ließ sich Candy gleich "vertraglich zusichern".

            

Candy genoss die Welpenstunden. Da die beiden Trainerinnen ausschließlich mit positiver Bestärkung arbeiteten, fühlten Andrea und Candy sich dort gut aufgehoben und wurden Mitglied in diesem Verein und fingen mit dem Training für die Begleithundeprüfung (BH) und dem Agility an.

Leider war der Rest des Vereines nicht so gut auf die positive Bestärkung zu sprechen, sie setzten lieber auf Stachelhalsband und sie schafften es eines Tages, dass beide Trainerinnen aufgaben und den Verein verliesen. Das war der Zeitpunkt an dem Andrea und Candy beschlossen sich ebenfalls einen neuen Verein zu suchen.

Beim nächsten Verein konnten sie weiter für die BH trainieren. Die Methoden wurden leider immer ruppiger, kurz vor der Prüfung praktizierte die dortige Trainerin an Candy den Leinenruck (sie flog durch die Luft), weil sie nicht liegenbleiben wollte. Das Ergebnis war, dass Candy diesen Platz nur noch mit viel Überredung betreten hat. Andrea und Candy ließen das Training sausen, machten dort noch die Prüfung, seither sah der Platz sie nicht wieder.

Da dort anfangs kein Agility angeboten wurde, trainierten Andrea und Candy dies in Kreuzlingen (Schweiz). Candy war beim Agility (das fing schon beim 1. Verein an) wie ausgewechselt, sie drehte total auf, konnte anderen Hunden nicht beim laufen zuschauen, daher kamen die Beiden in eine Sondergruppe, die sich immer mehr verringerte, bis Andrea und Candy Einzeltraining hatten. Rückblickend gesehen, war dies ein grosser Fehler, Candy drehte immer mehr auf, konnte sich nicht mehr von Andrea lösen, wurde zum "Kreiselhund". Leider können viele Trainer nicht zugeben, dass sie nicht mehr weiterwissen.

Es stand im Raum aufzugeben, aber Candy machte so gern Agility. Also reifte die Entscheidung: Seminar in Oberammergau. Passend zum Urlaub fand ein Seminar mit Max Heiniger statt. Nach vielen Zweifeln von Andrea, ob sie beide nicht den ganzen Kurs störren würden, nahmen wir per Mail Kontakt mit Max auf. Die erlösende Antwort kam noch am gleichen Tag "Genau für diese Art von Probleme ist dieses Seminar ideal". Den Bericht über das Seminar findet ihr unter Agility-Seminar 2004.

Im Verein wurde mehr oder weniger erwartet, dass die beiden als perfektes Team zurückkommen, dem war logischerweise nicht so. Leider wollte oder konnte sich die Trainerin nicht mit der neuen Trainingsmethode abfinden, nur mit Körpersprache ohne Stimme und Richtungsanzeige mit den Armen, das war ihr suspect. So wurden die Zwei irgendwann sang- und klanglos ausgesondert.

Andrea und Candy trainierten komplett bei Max, waren glücklich und hatten wieder richtig Spaß am Agility bis Candy aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste. 

Joy hätten sie gern in Kreuzlingen zum Training gehabt, aber auch sie trainierte bei Max, da Andrea die Fehler (die aus Unwissenheit bei Candy gemacht wurden) nicht wiederholen wollte.

Bei Joy ging die Suche nach der Welpenschule von vorne los. Kreuzlingen fiel aus, da die Trainerin verletzt war, die bereits oben genannten Vereine kamen für uns nicht mehr in Frage. Wisst ihr wie schwierig es ist, in den kalten Monaten jemanden zu finden der nicht Winterpause macht? Über einen Tipp kamen Andrea und Joy zu Hermine und Marianne, die eine Hundeschule in der Schweiz betreiben und hatten dort viel Spaß. 

Die Welpenstunde besteht aus einer gute Aufteilung zwischen Spiel, Training und ausreichend Pausen. Nichts wird mit Zwang gemacht. 

Für die BH durfte Joy beim swhv in Konstanz trainieren, den Verein kannten wir vom Military.                                                                         

Bei Neele haben wir für die Welpenschule nicht lange überlegt, sie durfte ebenfalls zum Hundeplausch Kemmental von Hermine und Marianne.
Klar, dass auch Flame zum Hundeplausch Kemmental durfte.

Neele und Flame sind inzwischen in einer Plauschgruppe bei Marianne und haben viel Spaß, auch wir Zweibeiner fühlen uns dort sehr wohl, ohne den Druck irgendwas erreichen zu müssen.

Da wir für's Dogdance keine BH brauchen, werden Andrea und Flame diese auch nicht mehr anstreben. Mal schauen ob Neele und ich irgendwann noch mal die Kurve bekommen, angefangen hatten wir ja, aber zur Zeit habe ich keine große Lust auf das starre Training nach Schema F, besonders da die Art und Weise einer BH-Prüfung überholt ist und dringenst überarbeitet werden müsste.

                                                                                        Silvia


 
   
   
   
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